Yoga - Jeden Tag auf die Matte

Yoga - Jeden Tag auf die Matte

Körper & Bewegung | 19. Juni 2019

Ausschlafen oder Asanas? Party oder Pranayama? Wir kennen ihn wahrscheinlich alle: den inneren Schweinehund, der uns vom Sonnengruß abhält, das Gefühl der Faulheit im Angesicht der Yogamatte. Und das Gefühl der Zufriedenheit, wenn wir uns nach einer Praxis doch in Savasana, der Schlussentspannung, wiederfinden. Wie sie Yoga auch in stressigen Zeiten in ihren Alltag integriert, erzählt Britta Zietemann aus eigener Erfahrung in einem ermutigenden Blogbeitrag:


  • Versuche, Yoga so gut es geht in deine aktuelle Lebenssituation zu integrieren. Wer gerade in einer intensiven Arbeitsphase ist, viele außerberufliche Verpflichtungen wahrnehmen muss oder vielleicht ein Kind bekommen hat, kann manchmal einfach nicht täglich 90 Minuten praktizieren. Dann sind es eben nur 20 oder gar zehn Minuten. Hauptsache, man rollt die Matte aus. Idealerweise „every damn day“.
  • Akzeptiere, wenn es aus irgendeinem Grund mal nicht klappt. Das ist besser, als sich selbst damit zu stressen. Dann eben morgen wieder. Dennoch: Denke daran, selbst zehn Minuten bringen was. Und die sind eigentlich immer drin, wenn man mal ganz ehrlich ist.
  • Akzeptiere auch, dass sich die Yogapraxis verändert. Es gibt Phasen, da sehnt man sich nach einem anstrengenden Arbeitstag nach einer Yin-Yoga-Praxis. Auch wenn der Kopf sagt, dass eine anstrengende Vinyasa-Praxis nach zwölf Stunden Sitzen vielleicht besser wäre – zwinge dich zu nichts. Höre auf deinen Körper (aber bitte nicht mit dem inneren Schweinehund verwechseln).
  • Verzweifle nicht, wenn du merkst, dass du eine Zeit lang geschludert hast und vielleicht nicht mehr so flexibel bist. Fang einfach wieder an.

Folge deinem Bauchgefühl


  • Suche dir eine Klasse und einen Lehrer, die dir gut tun, und mache diese zu einem festen Termin. Manchmal muss man etwas rumprobieren. Ich brauchte eine Weile, bis ich endlich wieder eine Lehrerin gefunden habe, die ich richtig toll finde.
  • Denke daran, dass die Stunden zeitlich passen müssen. Meine sind nun am Wochenende und einmal abends zu einer Zeit, die ich zu 95 Prozent zeitlich schaffen kann.
  • a) Bringe entweder Abwechslung in deine Praxis: Ich habe mich in einem Online-Yogastudio angemeldet – und muss sagen, dass ich gern damit übe und so auch verschiedene, richtig gute Lehrer kennenlerne.
  • b) Oder: Praktiziere Sonnengrüße oder Ashtanga-Yoga, dort ist die Abfolge immer gleich, und somit kann man seinen Geist wirklich abschalten lassen. Jeder ist da etwas anders. Probiere aus, was dir gut tut.
  • Kreiere eine schöne Atmosphäre für deine Heimpraxis. Ich habe gemerkt, dass das unglaublich wichtig für mich ist. Kerzen, Blumen und dazu mein Ausblick aus dem 28. Stock auf’s Wasser – herrlich.
  • Integriere kleine Yogarituale in den Alltag, vor allem Pranayama: Ich habe selbst in stressigen Zeiten ein paar Minuten mit geschlossenen Augen vorm Einschlafen im Bett gelegen und mir vor Augen geführt, für was ich dankbar bin. Und die Bienenatmung auf dem Weg im Auto nach Hause wirkt Wunder nach einem stressigen Tag – oder Ujjayi auf dem Weg ins Büro.
  • Vertraue darauf, dass Yoga seinen Platz in deinem Leben findet.

Wer noch mehr Inspiration braucht, findet etwa auf Instagram unter dem Hashtag #yogaeverydamnday zahlreiche Impulse.